Wie viel Kaffee steckt wirklich im Kaffeepad?

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In der Regel 7g. Der Kaffee wird gemahlen und in Pads verschweißt. Doch leider sind 7g nicht wirklich genug. Wer seinen Kaffee kräftig mag, wird beim Aufbrühen einen gehäuften Teelöffel verwenden. Das sind dann schon mal 10g. Auch ein Espresso benötigt schon mal 8g oder mehr pro Portion. Die Industrie verpackt in der Regel aber 7g Kaffee teilweise auch 7,5g in Pads. Vollautomaten können je nach Einstellung auch 10g oder mehr für eine Tasse Kaffee mahlen.

10g Kaffee in einem Pad wären für den durchschnittlichen Padhalter einer Padmaschine deutlich zu viel. Der Brühprozess könnte nicht ordnungsgemäß ablaufen. Besonders Padmaschinen des Fabrikats Petra sind mit zu prall gefüllten Pads überfordert. Sogar ein Defekt der Maschine ist nicht auszuschießen. 

Natürlich ist die jeweilige Kaffeesorte entscheidend. Wer einen richtig intensiven Kaffee mag, sollte zwei Pads im Doppel-Padhalter für eine Tasse Kaffee verwenden. Abzuwarten ist bis die ersten Padmaschinen mit 10g Kaffeepads sowie Espresso-Zubereitung auf den Markt kommen.

 

Kaffeepads richtig aufbrühen

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Weil Kaffeepads unter den Kaffeeprodukten schon fast einen Fast-Food bzw. Instant Charakter haben, ist bei den meisten Verbrauchern die optimale Zubereitung in den Hintergrund gerückt. Schnell soll es gehen. Doch wie immer leidet darunter auch die Qualität. Diese Entwicklung ist natürlich stark geprägt von der Tatsache, dass Billigprodukte den Markt überschwemmen und aus diesen wirklich nicht viel zu holen ist.

Solltet ihr aber zu den Kunden hochwertiger Kaffeepads gehören, sind die folgenden Ratschläge sicher interessant, um die kleinen aber sehr feinen Unterschiede zu entlocken.

Tasse vorwärmen – so viel Zeit muss sein. Der erste Kaffee-Bezug geht bei mir immer ohne Kaffapad los. Das hat einmal den Vorteil das ggfs. Abgestandene Wasser in der Maschine zu erneuern, weiterhin wird die Tasse vorgwärmt, so dass der Kaffee späte nicht sofort 10°C an Temperatur verliert, die ihm dann fehlen um das volle Aroma beim Trinken zu entfalten.

Kaffeepad vorbrühen. Wer einen Vollautomat hat, wird es wissen, es gibt beim Brühvorgang eine kurze Pause – die Pumpe bleibt ruhig – dann schießt der Kaffee in die Tasse. In dieser Pause wird der Kaffee unter Druck vorgebrüht, weil ihm die kurze Durchlaufzeit nicht reicht, um den vollen Geschmack abzugeben. Genau das gleiche lässt sich mit einer Kaffeepad-Maschine manuell durchführen, in dem man 3 Sekunden nach dem Bezug die Maschine über den Einschalt-Knopf ausschaltet, sofort wieder einschaltet und nach kurzem Nachheizen den Kaffee bezieht. Die Kaffeepad-Maschine schießt unter Druck heißes Wasser in die Kaffeepad- Kammer, hört dann kurz auf, heizt nach und erlaubt dann wieder Kaffee zu beziehen.

Kaffeetasse rechtzeitig entnehmen – wenn Du kräftigen Kaffee magst. Im Unterschied zu Vollautomaten und Siebträgern ist bei Kaffeepads die Eigenschaft des Filterpapiers zu beachten. Dieses saugt sich mit Wasser voll, was beim Brühvorgang an sich keine Rolle spielt, gibt dieses Wasser allerdings hinterher auch wieder ab. Aus diesem Grund sollte man beim Kaffeebezug aufmerksam sein und sobald die Flüssigkeit vom kräftigen braun in ein wässriges gelb wechselt die Kaffeetasse entnehmen. Das führt meist zu einem wässrigen Vergnügen in der Tropfschale, sichert so aber einen unverdünnten Geschmack.

Habt ihr noch mehr Vorschläge oder gar Fragen….einfach kommentieren.

 

Kaffee aus Kapseln – Bequemlichkeit frisst Verantwortung

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In Foren begegnet man immer wieder der Frage nach der „richtigen“,“besten“ oder „leistungsfähigsten“ Kaffeemaschine. Bevor man sich durch die unzähligen Anbieter kämpfen darf, muss man sich erst für die Art der Kaffeezubereitung entscheiden. Filterkaffee, Kaffeevollautomaten, Kaffeepadmaschinen, Kapselmaschinen oder gar Siebträgermaschinen für zu Hause – die Möglichkeiten sind mannigfaltig. Bei der Diskussion der Argumente fällt eines besonders auf: die Bequemlichkeit! Die Maschine soll Kaffee liefern aber keinerlei Umstände machen und dazu sollen die Rückstände absolut „unkompliziert“ sein. Der Fokus fällt unter dieser Betrachtung schnell auf die Kapseltechnik – gut, schnell, sauber und trendy!

Das Konzept ist reines Lifestyle-Marketing – trendige Boutiquen, verschieden farbige, schillernde Kapseln, wechselnde und begrenzt verfügbare „Themen-Sorten“, dazu passendes Geschirr und Maschinen, die von Designern extra entworfen werden und auf die Sammlerleidenschaft der Fans abzielen – es ist einfach „schick“ dort einzukaufen, bzw. zum Club der „wahren“ Kaffee-Sommeliers zu gehören. Hat man mal so eine Maschine erworben, muss man die Kapseln kaufen, weil ja nichts anderes reinpasst. Doch haben die meist bunten und kompakten Wundermaschinen eine Kehrseite. Machen wir doch eine kleine Rechnung:

Es werden derzeit ca. 3 Millarden Kapseln pro Jahr verkauft. Bei 0,9 Gramm Aluminium  pro Kapsel kommt man auf ein Ergebnis von 2.700.000 kg Alumüll pro Jahr. Bei einer 33% Recyclingquote müssen 219.900 GigaJoule an Energie aufgewendet werden um den Jahresbedarf an Aluminium nur für Kapseln zu decken – das entspricht dem Energieverbrauch von ca. 1.800 Einfamilienhäusern pro Jahr!  Und dieses Rechnung gilt nur für die Alu-Produktion, dazu kommen noch Transport, Verarbeitung und  weitere Materialien!

Das Hauptproduzent gibt sich bemüht mit Offensiven, wie einem „Rücknahmenetz“ in der Schweiz oder stützt sich auf die ohnehin „funktionierende“ Recyclingkette der Bundesrepublik. Bei näherem Hinsehen sind die Lücken der Argumentation auch für Optimisten unübersehbar. So schlägt das neue Öko-Image des Herstellers nur mäßig an, viele Unternehmen wenden sich ab  – zu groß ist der Druck der Ökobewegung jüngster Zeit.

Bei Ihrer nächsten Entscheidung oder der Beratung eines Bekannten sollten Sie bedenken, dass es weniger um die Frage geht ob und wie viel sich tatsächlich recyceln lässt, sondern ob es überhaupt nötig ist?!

Ist es nötig jährlich 1.500Tonnen Alumüll zu produzieren nur weil die Bequemlichkeit das Bewusstsein auffrisst?!

Mindesthaltbarkeit von Kaffee

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Der Verbraucher richtet sich im Allgemeinen nach der Angebe der Mindesthaltbarkeit (MDH) des Herstellers auf jeder Packung. Diese sind staatlich kontrolliert und unterstehen ständiger Kontrolle. Die Definition das MDH besagt:

„Auf einer Ware oder deren Verpackung angebrachtes Datum, bis zu dem dieses Lebensmittel unter angemessenen Aufbewahrungsbedingungen (insbesondere Einhaltung der im Zusammenhang mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum genannten Lagertemperatur) seine spezifischen Eigenschaften behält.“

Aber was bedeutet das für Kaffee?! Insbesondere für Kaffee in gemahlener Form, sei es als Kaffeepad oder Filterkaffee, kann das MDH des Herstellers nicht herangezogen werden. Laut einer Studie des Instituts für Ernährungswissenschaften der Universität Wien zeigt gemahlener Kaffee ungeöffnet nach neun Monaten deutliche Zeichen von aromatischer Ermüdung, während unerwünschte Geschmacksnoten in den Vordergrund treten. Abgesehen von der Lagertemperatur, verliert der Kaffee alleine durch den Sauerstoffkontakt, fast stündlich an Qualität.

Um einen optimalen und unverfälschten Kaffeegeschmack zu erleben sind folgende Ratschläge zu berücksichtigen:

Verbrauch:

Kaffeebohnen sollten innerhalb von sechs Wochen verbraucht werden. Die geröstete Bohne dünstet ihre Öle aus, in Kombination mit Feuchtigkeit kann es zu Schimmelbildung kommen. Gemahlener Kaffee sollte innerhalb von 14 Tagen aufgebraucht werden. Die Frist kann auch nicht durch Luftdichte Dosen verlängert werden, denn es kommt durch den Gebrauch ständig neue Luft dazu.

 Brühtemperatur:

max. 95 Grad; ist das Wasser zu kalt, schmeckt der Kaffee zu säuerlich; ist das Wasser zu heiß, schmeckt er bitter. Bei Milch gilt eine max. Temperatur von 60°C, da sonst die Moleküle zerfallen und sich Bitterstoffe bilden.

Zubereitung:

Optimal zubereiteter Kaffee ist aromatisch, hat Säure, ohne sauer zu schmecken und schmeckt weder bitter noch verbrannt. Dieses Verhältnis lässt sich sehr gut über die Wassermenge regeln, oder mit etwas Zucker im Kaffee. Ein gutes Kaffeehaus oder Lieferant kann Ihnen eine genau Anweisung zur Zubereitung geben.

 

Der Leitfaden für den Kaffeegenuss heißt Frische. Genau wie bei einem Apfel oder einer Banane, sollte man Kaffee als Organismus sehen, der in ständiger Verwandlung ist. Und wenn man Eigenschaften missachtet verwandelt er sich in etwas schlechtes.

Stiftung Warentest – Kaffeepads im Test

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Steht man beim Einkaufen vor einem Regal bei Kaffeepads, wird man quasi erschlagen… wer die Wahl hat, hat die Qual. Dabei reichen die Unterschiede der angebotenen Kaffeepads vom Preis über Qualität bis zum Prestiges. „Jemand müsste den Kaffeepad mal objektiv bewerten“, denkt sich der Verbraucher in dieser Situation. Tatsächlich hat das unabhängige Institut sich des Kaffeepads angenommen.

Kaffeepads im Test

Aber kann ein Standardtest, der Fernseher und Bügeleisen bewertet, Genuss und Lifestyle erfassen, denn das stellt doch ein Kaffee aus Kaffeepads heutzutage da. Wer denkt schon bei Kaffeepads an Begriffe wie „Sensorische Fehrlerfreiheit“ oder die „Deklaration“.

Tatsächlich lässt der Kaffeepads Test beim Lesen einige Fragen offen. Sollten Kaffeepads mit befriedigender Schadstofffreiheit noch ein gutes Urteil bekommen? Sollte eine nur befriedigende Grundanalyse von Kaffeepads nicht schon Ausschlusskriterium sein? Denn Kaffeepads besteht aus Kaffee und Padpapier – nichts anderes, das sollte Voraussetzung sein.

Fast schon auffällig offensichtlich wird dem Leser die offenbar hohe Gewichtung des Preises pro Kaffeepad nähergebracht. Doch macht das Sinn? Wenn man im Café mit Freunden über alte Zeiten plaudert und das Leben genießt, ist die Frage, ob der Kaffee 13, 18 oder 23 Cent kostet soooo weit weg, doch im Vergleich wird sie elementar. Der Vergleich von Filterkaffee und Kaffeepad scheint jedoch dem Analytiker naheliegend. Doch versucht mal mit 4x7g Kaffepulver, vier Tassen Kaffee aufzusetzen – es ist kaum durchführbar und schon gar nicht vergleichbar mit 4 Kaffeepad – Tassen!

Der Kaffeepad gibt dem Verbraucher die Möglichkeit höchsten Kaffeegenuss zu erleben – auf dem Sofa und ohne extrem teuren Vollautomaten. Der Kaffeepad ist schon lange keine billige Koffein-Quelle, sondern ein Chance ein paar Minuten Entspannung und Lebensqualität in den Alltag zu bringen. Was ist Ihnen das wert, bewerten sie selbst?